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Archiv für Oktober 2007

Die neuen .asia Domains

Oktober 31, 2007 Will Kommentieren

Hm, ich denke das hat politischen Zündstoff:

Naja, obwohl die wäre es auch:

Und dann am besten alle PCs des Weißen Hauses direkt dort als Startseite hinweisen lassen O:-)

Kategorien:Einser-Nullen-Acht

Feng Shui, Lehrer & IT

Oktober 29, 2007 Will 1 Kommentar

Ich war ja schon immer ein großer Freund davon, alles was im eigenen Leben schief läuft, auf falsch stehende Möbel zu schieben. Da für diese Menschen ja eine ganze Schule kultiviert wurde, das Feng Shui, bin ich natürlich immer wieder auf der Suche nach diesen wirklich herausragenden Momenten in denen sich zeigt, was für eine bewegende Macht die richtig fließenden Energien beinhalten.
Was z.B. dabei raus kommen kann, wenn eine Horde Lehrer am Wochenende ein Feng-Shui Seminar hat, indem dann festgestellt wird, dass der Computer-IT-Raum tot in Bezug auf richtig fließende Energien sei, kann man hier nachlesen:

Wir basteln uns einen Feng-Shui IT-Raum.

Ich kann abschließend dazu nur feststellen:
a) Egal WAS die auf dem Seminar eingeworfen haben, ich will das auch!
b) Die einzige richtige Antwort auf die Aussage, dass der Raum „Feng-Shui-energetisch tot sei“ wäre gewesen: „Was ist an 220V 50 Hz. Wechselstrom auszusetzen?“

Kategorien:Einser-Nullen-Acht

Briefbomben und deren korrekte Annnahme.

Oktober 26, 2007 Will 3 Kommentare

Was so in Hirnen im Zuge der Terrorgefahr so seine Blüten schlägt…hier eine firmeninterne Anweisung zum Verhalten bei Bombendrohungen:

Bombendrohungen durch Brief- Und Paketpost:

a) Sobald Sie wissen, dass es eine Bombe ist, berühren Sie die Sendung nicht mehr. (Ich denke ja, dass man an dieser Stelle eh bereits tot ist)
b) Sagen Sie jedem in Ihrem Arbeitsbereich dass er diesen verlassen soll. (Sagen? Ich würde vermutlich panisch brüllen.)
c) Geben Sie ihrem Vorgesetzten Bescheid. (Hm. Der ist neuerdings nicht nur Menschenschinder sondern auch Bombenexperte?)
d) Rufen Sie die Haussicherheit. (Ja. Nee. Die pensionierten Ex-Bullen sind bei einer Bombe genau das, was ich dann brauche)
e) Lassen Sie Niemanden die Sendung berühren. (Klar, ich bleibe da stehen und bewache das Ding!)
f) Wenn die Polizei Sie anweist das Gebäude zu verlassen folgen Sie bitte dieser Anweisung. (Klar. Als ob ich da noch immer stehen würde um die Bombe zu bewachen!)

Bombendrohungen am Telefon:

a) Seien Sie ruhig und zuvorkommend. („Hallo, ich habe eine Bombe in Ihrem Büro versteckt…!“; Danke. Ich brauche eine neue Unterhose)
b) Hören Sie zu und unterbrechen Sie den Anrufer nicht. (Ich vermute, wenn sie annehmen, dass wir eine Bombe bewachen, dass wir auch einem Bombenleger zuhören…)
c) Füllen Sie die rückwärtige Bombendrohungs-Checkliste aus. (Ja. Nee. Ich mache noch Papierkram mit einem Bombebleger am Telefon)
d) Wenn das Gespräch vorüber ist, rufen Sie Ihren Vorgesetzten und die Haussicherheit an. (Maximal vom Handy, auf dem Weg nach draußen!)
e) Wenn die Polzei sie anweist das Gebaäude zu verlassen leisten Sie dem bitte Folge. (Und nochmal: Als ob ich dann noch da wäre)Verdächtige Pakete – Wenn Sie einen verdächtigen Sprengsatz gefunden haben (als ob es auch „unverdächtige“ Sprengsätze geben würde):
a) Fassen Sie das Paket nicht an und verlagern Sie es auch nicht. (Ich vermute mal, wenn man herausgefunden hat, dass es eine Bombe ist, hat man es bereits angefasst und verlagert)
b) Lassen Sie es von Niemandem berühren. (Nochmals: Ich sehe mich das Ding noch nicht wirklich bewachen)
c) Entfernen Sie sich auf eine sicher Entfernung. (Ich denke ein Paket mit 12cm x 8 cm x 6 cm, also 1:12 oder 12×8x6=586 Meter sollten reichen)
d) Rufen Sie die Haussicherheit. (s.o.)


Und nun die Bombenbedrohungscheckliste:

a) Fragen Sie den Anrufer folgende Dinge:
- Wann wird die Bombe explodieren?
- Wo haben sie diese versteckt?
- Was für eine Bombe haben sie versteckt?
- Warum tun sie dieses? (Ich schreibe natürlich mit, während der Typ sein Manifest runterpredigt)
- Geben sie mir bitte ihren Namen. („Der verrückte Bombenleger“)
b) Schreiben Sie Beginn und Ende des Gespräches auf.
c) Schreiben Sie die exakten Worte auf, die der Anrufer benutzt. (Klar, ich mache ein Diktat: „Entschuldigen Sie Herr Irrer, könnten Sie das wiederholen, ich schreibe es nämlich auf?“)
d) Ist der Anrufer männlich oder weiblich?
e) Hat der Anrufer einen Akzent? Wenn ja, welchen? (Ich kann grad mal die Akzente bis zur österreichischen Landesgrenze auseinanderhalten, wie soll ich wissen aus welchem Teil Asiens der Spinner kommt?)
f) Wie hat sich die Stimme angehört? (tief, kreischend, sonor….)
g) Hat der Anrufer einen Sprachfehler? (Behindert & Bombenleger? Ach hört doch auf…)
h) Gab es Hintergrundgeräusche? Beschreiben Sie diese.
i) Erkennen Sie die Stimme? (Klar, ich hänge andauernd mit solchen Typen rum…)
f) Wie ist die Telefonnummer des Anrufers. (Sicher, der irre Bombenleger ruft von Zuhause mit Rufnummernübermittlung an…)

Die herausragende Frage die sich für mich allerdings stellt ist, siezt man so einen Spinnen wirklich, oder darf man schnell, nach Klärung seines Anliegens, zum „Du“ übergehen und ihn fragen, ob seine Mami ihn nicht lange genug gestillt hat, sein Papi nicht genug Liebe zeigte oder er nicht mit seiner kleinen Schwester schlafen durfte, oder warum er solch´ einen Scheiß durchzieht…(Dank an Tante J. für den Hinweis auf dieses Goldstück der Schreibtischtäter)

 

Kategorien:Tagewerk

"Embryonen-Offensive" oder besser: Therapiebedürftige Katholiken

Oktober 22, 2007 Will 1 Kommentar

Es ist mal wieder soweit. Die Wächter der Moral, der guten Sitte und des ungeborenen Lebens im katholischen Gewand, oder besser in dem Deckmantel dieser in einigen Teilen menschenverachtenden Religion, haben in der Organisationsform des „Durchblick e.V.“ eine „Embryonen-Offenive“ gestartet. Mittlerweile wurden 150.000 Haushalten Briefe mit kleinen Plastik-Embryos aus der 10ten Woche zugestellt. Das soll nach eigenen Angaben folgendes erklären: „Die Embryonenoffensive will darüber aufklären, dass Abtreibung die Tötung eines Mensches bedeutet. Zu diesem Zweck wird ein Modell, das einen zehn Wochen alten Embryo zeigt, an alle Haushalte verteilt.“
Ich nenne das psychische Gewalt, wie die katholischen Verbünde diese ja gerne ausüben. Mir soll mal egal sein, ob man für oder gegen Abtreibung ist. Ob man die Fristenlösung als „religiöse Verfehlung“, „reinen medizinischen Eingriff“ oder „Mord“ sieht, ist auch egal. Das sind Meinungen, die in die persönliche Lebensgeschichte einer jeder betroffenen Frau und eines jeden betroffenen Mannes gehören. Die Dreistigkeit, Plastik-Embryos zu verschicken, um darauf aufmerksam zu machen, „was schon alles ausgebildet“ sei, kann tatsächliche katastrophale Folgen haben. Ich denke man erreicht wenig Menschen, die sich aktiv und wissentlich für eine Abtreibung enstchieden haben, denn diese haben sich diese Fragen schon gestellt, aber was ist mit einer Frau, die sich ein Kind gewünscht hat, die Schwangerschaft eine willkommende Bereicherung war und die ihr Kind verloren hat? Wie muss diese sich fühlen? Was für ein Schock muss es sein? Alle Frauen die ich kenne, und es sind ein paar, die das mitgemacht haben, hatten ohne Platik-Embryos lange psychisch daran zu (ver)arbeiten.Dieser katholische Hetzerbund arbeitet natürlich auch wieder nur mit metaphysischem Irrargumenten und plakativen Weltveranschaulichungen: „Der zehn Wochen alte Embryo: Alle Organe sind vorhanden. Auch Ohren, Nase, Mund und Augenhöhlen sind zu erkennen. Er kann den Kopf bewegen, am Daumen lutschen und sogar Purzelbäume schlagen.“ Das ist genauso wie eine Autokarosse ohne Innenausbau. Schön anzusehen, aber es fährt nicht. Mir sei der simple Vergleich entschuldigt, aber anders passt es nicht zu der medizinischen Realität: „Die untere Grenze mit einer 50% Überlebenschance wird derzeit mit etwa 24 vollendeten Schwangerschaftswochen bzw. einem Geburtsgewicht von 700 g benannt.“ Und dann funktioniert das Ganze nur unter massiver Zurhilfenahme von INtensivmedizin. Von Leben kann man da dann noch nciht wirklich reden.
Das Ganze ist religiöser Fanatismus pur, gepackt in einseitige Behauptungen und angeblich aussagekräftigen Statistiken. Für mich liest sich das ähnlich wie die Kopftuch/Burkha-Diskussionen der „fundamentalen“ Moslems. Der Verein schreibt: „Obwohl der Lebensschutz als Aufgabe eines jeden Menschen betrachtet werden kann, sind Christen, die in jedem Menschen auch ein Ebenbild Gottes erblicken, in besonderer Weise gefordert, auf diesem Feld ein Engagement zu entfalten, das dem Schutz der Wehrlosen und Unschuldigen dient.“ Eine Post-Aktion, in der das Versandgut neben der religiösen Botschaft auch soviel Potential für Schaden aber mindestens schlechten Geschmack enthält, macht den angestrebten Schutz der „Wehrlosen und Unschuldigen“ zu einem Lippenbekenntnis. Aber naja, das kennt man ja nicht anders von der katholischen Kirche und ihren Institutionen.
Mir fehlt leider mal wieder das Kleingeld. Ich würde jetzt ja gerne an jeden Haushalt eine Werbeaktion mit einem Kondom drin schicken und dem Inhalt: „Ficken ja, aber bitte mit Tüte“…

 

Kategorien:Tagewerk

Kartenhaus.de & Kreditkartendaten

Oktober 21, 2007 Will Kommentieren

Wie u.U. dem ein oder anderen schon bekannt ist, wurde dem Konzertveranstalter und Online-Ticketverkäufer Kartenhaus möglicherweise 66.000 Kreditkartendatensätze gestohlen. Durch die Online- und einige Print-Medien ist das ja schon gegangen, aber jetzt hat auch das investigativste und herausstechendste Fernsehmagazin, nämlich Planetopia, ja richtig die Sendung mit dem siffigen „Haus-IT-Experten“, sich der Sache angenommen. Wie in diesen Magazinen üblich, wurde das Problem grob angerissen und dann eine „heile heile Welt-Lösung“ präsentiert, von einem „Fachmann“, der das Ganze natürlich aus reiner Uneigennützigkeit vertritt. Die fachliche Kompetenz des Herren sei hier unbestritten, aber seine Motivation wird angezweifelt.
Schaue wir uns dazu mal die Sachlage an: Die von Planetopia positionierte Lösung, bzw. hoch gehaltene Zertifizierung ist weder ein allgemeingültiger Standard, noch so sicher, wie es in der Sendung propagiert wurde, es ist die von den Krdditkarteninstituten bevorzugte und als „Standard“ propagierte Lösung. Zudem ist diese Lösung sauteuer. Dabei rede ich zuerst gar nicht von der Hard- und Software, sondern den Firmen, die 10.000€ Minimum für einen nicht nachzuvollziehenden Arbeitsaufwand verlangen, um am Ende ein Zertifikat ausstellen zu können. Eine solche Lösung kostet in der Anschaffung ca. 75.000€ zzgl. jährlicher Kosten von ca. 10.000€. Das muss ein Händler, der nicht Eventim oder Ticket-Online heißt, erstmal verdienen. Und zusammengefasst, nicht für eine 100% Garantie, dass nichts passieren kann, sondern für eine „in der Wahrscheinlichkeit stark reduzierte Möglichkeit eines erfolgreichen Angriffes“.
Sicherheit ist immer ein Kompromiß aus Sicherheit, Bedienbarkeit und Kosten. Natürlich darf niemand leichtfertig mit Daten von Kunden umgehen, diese sind ein kostbares Gut. Es wird aber auch kein Kunde in einem Shop einkaufen, in welchem er seine Login-Daten, seine Kreditkartennummer, die Prüfziffer, seine Sozialversicherungsnummer und die BH-Größe seiner Frau bei jedem Einkauf eingeben muss. Besonders Letzteres würde immer wieder zu Irritationen führen.
Es gibt bereits Möglichkeiten für „sichere“ Transaktionen. Nur sind diese leider alle so umständlich oder teuer, dass niemand
diese wirklich haben will. Was beim Diebstahl von Kreditkartendaten passiert ist Raub. Dieser ist auch häufig sehr schnell zu jemandem zurückzuverfolgen. Nur leider sitzt dieser Jemand dann zumeist in Rußland, China & Co. Anstatt wieder aktuell nach den „Online-Durchsuchungen“ zu weinen, wie ein quängelndes Kind, sollte sich Herr Schäuble, inkl. unserer „Ich mache nur Außenpolitk“-Kanzlette, die ihn ja wieder in seinen Forderungen bestärkt hat, darum bemühen, internationale Ausliefungs- und Strafverfolgungseinrichtungen zu schaffen, welche solchen Online Dieben und Räubern das Handwerk legen.

Kategorien:Einser-Nullen-Acht