Urin-, Speichel- und Blutprobe für die Einreise in die USA
Hm.
“In March, the United States and Germany reached a preliminary agreement on sharing access to fingerprints, DNA files and other information for the prevention and combating of serious crime.” (Ganzer Artikel).
Nundenn, die USA stellen die Forderung, damit Bürger neuer EU-Staaten ohne Visum in die USA einreisen dürfen, dass das FBI Zugang zu den Datenbanken der Bundesbehörden in Bezug auf Fingerabdrücke, DNA etc. bekommt. Dazu kommen noch Zugang zu Daten der Kreditkartennutzung(!) oder des Internetverhaltens.
Ich unterstelle ein gewisses berechtigtes Interesse im Zusammenhang mit “serious crimes” und “counterterrorism”, jedoch geht das wohl ein wenig zu weit. An Hand dieser Daten lassen sich eine Menge Dinge fest machen, vor allem wenn sie willkürlich abgerufen werden können, die zu falschen Deutungen führen. Nehmen wir einen bekannten Fall: Ehemaliger Student aus Harburg, Sportschütze, BUddhist, USA kritisch, hat jüngst für seinen Neffen auf mindestens 20 Webseiten für “Sicherheitsbedarf” nach Pistolen gesucht und den Regelungen der Joule Zahl von AirGun-Waffen, auf seiner Kreditkartenabrechnung sind im letzten Monat zwei Abbuchungen, einmal eines Ladens Swords&More und einmal EpicArmory. Besagte Person will nun in die USA einreisen. Diese Person wird spätestens bei der Einreise vom US-Personal überprüft. Was passiert wohl mit dieser Person, wenn die US-Behörden einen Zugriff haben, wie sie ihn wünschen?
Ich bin ja gegen plumpen Revanchismus, aber Politik ändert sich nur, wenn Bürger eine Änderung wollen und zwar massiv. Also müssen US-Bürger merken, was ihr Land von Einreisenden verlangt. So ein Abkommen in begrenzter Form darf es nur geben, wenn diese Daten auch den EU-Behörden in gleicher Form zur Verfügung stehen. Und wenn die USA das nicht wollen, wird es Zeit für eine Visumspflicht für US-Bürger.