…detoniert nicht, zumindest nicht aus eigenem Antrieb. Das durfte ich gestern lernen, als ich mit einer Freundin Dieter Nuhr in der Laiszhalle genießen durfte. Es war ein toller Abend. Herr Nuhr war wie gewohnt eloquent, charmant und treffend. Ich kenne kaum einen „Comedian“, der durch Nichtsagen und Erläuterungen, warum gewisse Dinge nicht im Programm sind, so viel sagt wie Herr Nuhr. Vor allem ist das Schöne, dass der Mix zwischen Themen, über welche man nachdenken sollte, und Kalauern sich sehr schön die Waage hält. Ich persönlich fand die „Zugabe“ sehr nett. Wenn Herr Nuhr auf die Bühne zurückkommt, feststellt, dass sein Programm durch ist und die Fragestunde eröffnet und auf Zuruf ein wenig Programm durch Beantwortung der Fragen macht, hat das was.
Ich gehe aus dem gestrigen Abend also mit dem Fazit, dass selbst ein Selbstmordattentat für die Familie des Irrgeleiteten seine Vorteile in Form von einer „Selbstmordrente“ von Hizbollah, Hamas, al Quaida hat, ganz nach dem Motto (O-Ton Herr Nuhr):
Die Sonne scheint,
der Himmel lacht,
der Yussuf hat sich umgebracht.
Er schnallte sich den Gürtel um,
und hat sich in die Luft gejagt!
Und natürlich war ich in der Fragestunde dabei. Auf meine Frage ob in seinem Glas Wasser oder Wodka sei, kam die klare Antwort: Wodka. Naja zumindest wäre da Wodka drin, wenn er Rockmusiker wäre, denn dann wäre er ja auf der Bühne schon so High, dass das auch nicht mehr auffallen würde. Zudem sei er Wortkünstler, eine fallen gelassene Note hat nicht die gleiche katastrophale Auswirkung, wie die Buchstaben, die so einzeln aus dem Mund fallen könnten.
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