Gesundheitsfond & Milchmädchen
Der Gesundheitsfond wird in Zukunft 15,5% des Brutto-Monatseinkommens fordern. Das sind einige Prozentpunkte über meiner derzeitigen KV. Dafür wird die Arbeitslosenversicherung, mit der kleinste Teil im Abzüge-Topf, um ganze 0,5%-Punkte gesenkt.
Pi*Auge*Daumen=30,00€ die mir weniger im Monat bleiben, ergo 360€ im Jahr. Das entspricht irgendwas bei 1/5 eines Monatsnettogehaltes.
Dazu kommen ja u.U. noch 8,00€/Monat die die Krankenkassen pauschal ohne Einkommensnachweis erheben können, wenn sie mit dem Geld nicht auskommen. Sie können sogar bis zu 1% nehmen, wenn sie es dann nach Einkommen berechnen.
Aber schön, dass es 10,00€ mehr Kindergeld gibt. Schön in einem Umverteilungsstaat zu leben. Vor allem wenn man nie am begünstigten Ende sitzt.
Achja, richtig. Es betrifft mal wieder nur GESETZLICHE Krankenkassen. Die finanziellen Leistungsträger der Gesellschaft, also Selbstständige und Hochverdiener, sowie Beamte werden am SOLIDARITÄTSVERFAHREN nicht beteiligt. Soll doch wer Anders zahlen…ist ja auch mit der Bankenkrise grad hoch modern.
Beamte mal wieder.*g*
Ich weiß, dass es einen ganzen Haufen Beamte gibt,die mit Kusshand in die gesetzliche gehen würden.
‘Warum?
Nunja: DU kannst wechseln. Wenn deine Versicherung zu teuer ist, suchst du dir ne andere. Gefällt dir die Versicherung nicht,weil die Leistungen nicht stimmen: Such dir ne andere.
Techniker-KK ist vom Leistungsumfang nach allem, was ich mitbekomme, auf Privatniveau.
Gucken wir uns mal die Beamten an:
Klar, wir zahlen 50% der Krankenkosten selbst. Dsa macht bei mir z.b. monatlich 250 Euro.
Wechselst du, kannst du die Alterssicherung nicht mitnehmen, die verbleibt bei der alten PKV. Was dazu führt, dass du mit höherem Einstiegsalter eintrittst, was das ganze SCHWEINEteuer macht. Vor allem wenn du alt bist.
Ich kenne Kollegen die monatlich 650 Euro für ihre Privatkasse zahlen, für 50%.
Die haben eine tolle Pension, aber auch eine 1800-Euro-Pension bekommt ein ganz anderes Aussehen, wenn da auf einmal 650 Euro nur für PKV abgeht.
Klar gibts auch andere. Aber die gibts in der gesetzlichen auch. Mir wirfste immer vor, das ich alles in einen Topf werfe, aber hier machst du grad das gleiche
Und wenn du schon ins Solidaritätshorn bläst:
DANN will ich aber auch alle Rechte haben, die Otto-Normal-Arbeitnehmer hat:
Streikrecht. Das Recht mir meine Arbeit auszusuchen, um nur zwei zu nennen. Beamte werden z.b. bei der Hartz IV-Behörde nämlich mal gerne von Garmisch nach Rügen verschoben. Einspruchsmöglichkeiten? Keine.
Leistungsgerechte Bezahlung wär auch was feines. Derzeit ist das Beförderungssystem nach Zeitablauf nämlich derbst unfair. Derjenige, der sich die Eier schaukelt kann genauso mit Beförderung rechnen, wie derjenige der sich selbige aufreisst.
Im Gegenzug bin ich gerne bereit, auf das gesamte Korsett und “Sicherungssystem” zu verzichten.
Und wenn noch einer mal sagt, dass Beamte zuviel verdienen, darf er gerne nach NRW gucken.
2 Gerichte haben festgestellt, dass die Beamtenbesoldung verfassungswidrig niedrig ist. Wir sind von der Einkommensentwicklung seit 2003 abgekoppelt. Das heißt konkret, dass ich 2 Kollegen im mittleren Dienst mit mehreren Kindern habe, die ergänzend Hartz IV beziehen.
Komm du mir nochmal mit Beamte und Privilegien. Die vermeintlichen Privilegien gebe ich gerne auf, wenn ich dafür anständig bezahlt und die Arbeitnehmerrechte habe, die du selbstverständlich für dich in Anspruch nimmst. Oder eben auch nicht. Aber: Du hast die Wahl.
Ich nicht.
Kerstin
Oktober 6, 2008 um 20:43
Ich kommentiere das mal nicht weiter, wir hatten das ja schon im Teamspeak…
Obwohl:
BEamte im Vorteil
http://www.focus.de/finanzen/steuern/steuerprogression/beamte-im-vorteil_aid_24955.html
Dein Kommentar liest sich nach: EIgentlich ist doch alles schlimm und was an Rechten da ist den Pflichten nicht im geringsten angegemessen.
Dem folge ich bestimmt nicht.
Will
Oktober 7, 2008 um 11:13