Archiv

Archiv für November 2008

Allahu Akbar

November 25, 2008 Will 3 Kommentare

Ich bin gefragt worden, ob ich Ahmed wieder getroffen hätte, oder was dieses Twitter-Post zu bedeuten hätte. Also das war so:
Ich war letzte Woche auswärtig zu Besuch. Der Gastgeber hatte da diesen imo lustigen SMS/Klingelton, welcher da lautet: „Allahu Akbar“, gefolgt vom Durchladen einer Pistole und zwei Schüssen. Naja was in kleiner Runde durchaus als kleiner politisch nicht korrekter Scherz durchgehen kann, bekommt in multikultureller hamburger Umgebung ein ganz anderes Gesicht.
Ich gebe ja zu, das das „fast auf die Fresse bekommen“ ein wenig übertrieben war. Jedoch hatte ich das am Abend des Treffens als SMS-Benachrichtigungston eingestellt und der Ton war bei der ersten SMS unter Kollegen auch noch ganz lustig. Als ich dann jedoch in der Post in der Warteschlange, mit Kopftüchern vor und hinter mir, stand und natürlich jux in dem  Moment, als eine neue SMS kam, die ganze Post mal still war, und mein „Allahu Akbar, Ratsch, Peng, Peng“ tönte, sah mich die ganze Post mehr oder minder kurz an. Und nicht alle Blicke waren wirklich freundlich. In dem Moment war mir plötzlich deutlich bewusst, dass mit den religiösen Gefühlen von Menschen in breiter Öffentlichkeit zu scherzen nicht die beste meiner Ideen der letzten Zeit war.

Es besteht natürlich das momentane Problem, dass alle (öffentlich wahrgenommenen) Terroristen Moslems sind, was aber natürlich nicht alle Moslems zu Terroristen macht. Naja noch nicht – so als Schläfer – verfluchte Vorurteile!
Und ja, wenn Jemand der Meinung ist „Allahu Akbar!“, ist das sein gutes Recht! Gerne auch mit Muezzin auf Turm. Solange es auch mein Recht bleibt, darüber mal zu witzeln, und eher „Buddha Akbar!“ zu finden. Ansonsten ist meiner sowieso länger als alle Anderen…

Edit 26.11.08: Ich hoffe die Leute, die nach dieser Suche auf mein Blog gekommen sind gehören nicht zur radikalen Fraktion: „sms töne allah akbar“.

Kategorien:Tagewerk

Beweis: The internet is for porn!

November 24, 2008 Will Kommentieren

In letzter Zeit war ich dank Blogstatistik immer wieder erstaunt, wonach so mein Blog aufgerufen wird, insbesondere in Bezug auf Suchen aus dem I-Net: Menstruation, Sex, Nackt, Joyce Meyer(!)…
Also ist der letzte Post in Bezug auf meinen neuen Staubsauger ein wenig mit dem Hintergrund entstanden. Ein knuffiger Titel, die URL ein wenig getweaked und die ersten drei Sätze für die RSS-Feeds mit Hechel-Allüren. Und schwupps, Leserzahlen verdoppelt:

The internet is fpr porn

The internet is fpr porn

Kategorien:Tagewerk

Wills erstes Mal mit der Neuen: Sie ist klein und handlich.

November 22, 2008 Will 1 Kommentar

Nun, ich weiß nicht wie ich anfangen soll, ab heute habe ich eine Neue. Sie steht grade hinter mir und mein Blick wandert nach dem tollen Spaß den wir grade hatten immer wieder zu ihren tollen Formen. Keine saugt wie sie…

Bitte? Jetzt nimm die Hand aus der Hose Du Idiot! Ich rede von meinem neuen Staubsauger! Und der Spaß bezieht sich bestimmt nicht auf Sachen, die die Mediziner auch gerne „Staubsaugerverletzung am Penis nennen!“.

Sie ist eine Vampyrette 2.0 von AEG – Elektrolux. Ich wohne seit Jahren in Wohnungen, welche komplett gefliest/PVCed/Laminat waren (sind). Bisher habe ich immer das gleiche Reinigungsritual gehabt: Fegen, Wollmäusen nachjagen, fegen und dann endlich wischen. Ich habe alles probiert was der werbende Hausfrauenmarkt an anti, voll/unstatisch Bodenreinigungsdingern anbot und bietet. Einige waren besser als Andere, und die Meisten für mal eben husch-husch ganz gut, oder wenn man täglich seine Wohnung komplett reinigt. Da ich (noch) zu der arbeitenden Bevölkerung gehöre, ist das bestimmt nicht mein Anliegen. Und da war dann immer das Problem, dass Laminat irgendwie Staub und Flusen anzuziehen scheint. Jetzt war ich genervt.

Also ab in Elekto-Großhandel und sich umgeschaut. Ich habe noch nie einen Staubsauger gekauft, also habe ich mich bestimmt so lange da rumgedrückt, wie man das bei einem Freier beobachten kann, der das erste Mal zu einer Hure geht, bevor er sich traut, diese anzusprechen, wie man das hier bei den Damen in ihren Wohnwagen immer so schön beobachten kann: Noch ne Kippe, noch ne Kippe, noch ne Kippe und dann endlich mal hingehen…aber zurück zum Thema:
Ich habe fast alles mal in die Hand genommen, Anleitungen studiert und neuen Respekt vor Hausfrauen gewonnen, die die Dinger immer mit einer grazilen Art bewegen, obwohl da mal eben ein paar Kilo schwerer Klotz dran hängt. Ich habe mich dann für einen Stabstaubsauger entschlossen, besagter Vampyrette. Nun war auch grad ein Schild daran: „Denken Sie an die richtigen Staubsaugerbeutel“. Hm. Natürlich hatte der Händler grade die NICHT da, wie es für mich aussah. Also eine Verkäufein befragt, die auch jux meinte, dass sie die bestellen wird. Ich äußere enttäuscht darauf, dann könne ich das Ding nicht kaufen.  Sie schaut mich mit großen fragenden Augen an und ich erkläre weiter, dass ich ja ein Mann sei, was bedeute, ich würde einen Jahresvorrat an Staubsaugerbeuteln dazu kaufen oder gar nix. Naja eigentlich habe ich sowas immer gerne im Haus, weil ich ansonsten die Neubesorgung dann bestimmt vergesse und mit ein wenig Vorrat kann Mann dann planen (Letzte Packung aufgemacht, neue besorgen – funktioniert mit Klopapier seit Jahren).
Sie schaut mich ratlos an, und fragt ob es wirklich so schlimm wäre, wenn sie die jetzt bestellen würde und die in zehn Tagen da wären. Ich hätte da ja jetzt einen Beutel drinnen oder ob ich soviel zu saugen hätte. Ich frage mich kurz ob ich eine anzügliche Erwiderung darauf mache, lasse das dann aber. Wegen dem Karma und so. Ich fragte kurz nach, ob auch bestimmt einer darin wäre und als sie das fest bejahte, stimmte ich der Bestellung zu.
Am PC wurden dann meine Daten aufgenommen und sie meinte dann, sie müsste eine Anzahlung von 10€ veranschlagen und ob das in Ordnung wäre. Ich antworte ein klares „Nein“.
Man sieht ihren Blutdruck ruckartig um mindestens 1/3 steigen. Als sie Luft holt um was zu sagen, erweitere ich mein Nein schnell damit, dass ich jetzt Alles bezahle wolle, diese Anzahlungsdinger wären nicht mein Ding. Sie schaut kurz auf den PC und sagt „Das geht nicht!“. Jetzt ist es an mir, sie fragend anzusehen. Sie fährt fort: „Hören Sie, ich muss einen Betrag offen lassen, weil ansonsten das System die Ware als verkauft und ausgeliefert ansieht und Nichts bestellt wird. Also lasse ich die letzten 97 Cent offen, ist das in Ordnung!“.
Ich sehe ein, die arme Frau genug gequält zu haben, verbeisse meinen Kommentar, dass einer der größten deutschen Elektronik Discounter nicht mit Vorausszahlung klar kommt und bejahe lächelnd. Mit der Rechnung in der Hand wünsche ich einen schönen Tag und einen schönen Feierabend wenn er dann kommt und man sieht bei ihrem „Vielen Dank“ in ihrem Gesicht ein „hoffentlich mit nicht noch mehr Idioten wie Dir“. Verfluchtes Karma!

Kategorien:Tagewerk

Differenzgeschäfte, wie vernichte ich Geld und starte Pogrome?

November 20, 2008 Will 2 Kommentare

Fragt sich jemand, wie ich massiv Geld vernichten kann an der Börse, welches ich gar nicht habe? Denn Aktien sind ja teilweise nur „imaginäre“ Verluste & Gewinne. Kaufe ich also eine Aktie für 100€ und der Kurs steigt auf 120€ sind die 20€ ja nur Gewinn, wenn ich tatsächlich die Aktie verkaufe und dann auch noch einen Käufer finde. Sie werden also erst real, wenn ich das Geld wieder auf meinem Konto habe. Somit sind riesige Volumen an „Kapital“ einfach nur Blasen (welche natürlich als solche in Bilanzen einließen und diese wunderbar aufhübschen).

Jetzt nehmen wir aber mal CFDs; dazu als Erklärung von einer damit handelnden Website: „Für jedes der von Ihnen getätigten Geschäfte muss eine Sicherheitsleistung, die auch als Margin bezeichnet wird, hinterlegt werden. Sollte es sich z.B. um ein Produkt handeln, das eine 5%ige Margin erfordert, so können Sie bei einer Margin-Hinterlegung von 5.000 EURO Positionen mit einem Gesamtwert von 100.000 EURO handeln. Wer CFDs kauft oder verkauft, handelt somit mit einem Vielfachen seines Eigenkapitals!“ (Quelle: http://www.cfd.de/was-ist-cfd/).
Ich setze also 5000€ ein, und kann mit 100.000€ zocken. Dabei kann ich darauf „wetten“ das die Kurse steigen (also „long“ gehen) oder fallen („short“) gehen. Das ganze tagesaktuell. Damit kann ich bei einem Gewinn von ein paar Prozentpunkten richtig Geld machen, oder auch verlieren. Ich muss der Website die das dort vorstellt zu Gute halten, dass Sie tatsächlich darauf hinweist, dass der Gewinn auch gleich der Verlust sein kann und das am Ende IMMER der Barausgleich des “Trades“ steht. Und guess what welche Zockerei wir gerade mit unseren Steuergeldern in Hilfsfonds und Arbeitsplätzen bezhalen? Richtig SOLCHE Zockerei der „Investmentmanager“.

Wir hatten so einen Fall mal in der Familie. Mein Großvater  war ein uneheliches Kind eines reichen Vaters. Meine Großmutter wurde von der Familie „abgefunden“, damit sie das Kind erzieht und den Mund hält, denn eine Ehe war ja undenkbar. Das Geld ging nach dem frühen Tod der Großmutter an einen Treuhänder, einen Pfarrer, der die Weise betreute. Als der 1. Weltkreig ausbrach steckte er das kleine Vermögen komplett in Kriegsanleihen, zockte also, und verlor, wie die Geschichte beweist, dabei alles. Was will ich aber nun sagen mit dieser Episode? Nun, der Mann hatte wenigstens den Anstand, nachdem er sich bei meinem Großvater entschuldigt hatte, zu erhängen!
Es darf einfach nicht sein, wie es sich im Moment dartellt, dass Wenige, mit wenig persönlichen Konsequenzen, denn ich finde „nur“ 500.000€ Jahresgehalt keine Konsequenz, das Geld, welches sie treuhänderisch von Vielen hatten, in dieser Art verantwortungslos verzocken. Nur leider glaubt ja nur der Irrealist, dass das, was nicht wahr sein darf auch nicht wahr sein kann.

Der niedersächsische Ministerpräsident Wulff hat ja von einer „Pogromstimmung“ gegen (Bank)-Manager gesprochen. Vielleicht nicht der beste Vergleich, aber nehmen wir das Wort „Pogrom“ mal ab vom vorwurfsvollen Ton, welchen Männer wie Herr Friedmann oder der Sprecher des Zentralrates der Juden dabei sofort bekommt, denn es gab ja nur Progrome gegen Juden, und die Deutschen sind ja sowieso schuld, könnte es meines Erachtens gerne ein wenig Pogromstimmung geben.
Ich bin für eine klare Verwüstung, Zerstörung und Krawall. Natürlich auf demokratischem Wege gegen bestehende Regelungen, Gesetze und Verfahren. Ich will bestimmt keine Bank-Filialen verwüsten sehen, maximal verwaist. Ich will auch niemanden an Laternenpfähle knöpfen, sondern maximal an den virtuellen Pranger. Ich wünsche mir Bürger, die sich nicht murrend in ihren Wohnzimmern ihrem Weltschmerz ergeben, sondern aktiv eine WENDE fordern und sich auch für diese einsetzen.

BÜRGER: Nächstes Jahr ist Bundestagswahl. Es ist Zeit JETZT anzufangen, sich nicht länger belügen und für dumm verkaufen zu lassen. Die maximal 25 Zeichen einfachen Antworten der BILD-Zeitung sind bestimmt nicht der Weg, die nie eingehaltenen Wahlversprechen der CDU-CSU-FDP-Grüne-SPD-PDS sidn es aber auch nicht.
Nur leider lande ich hier wieder beim Irrealisten…

Edit: Im Übrigen grade gefunden -Artikel in der Sueddeutschen.de. Empfehle ich dringend zu lesen!

Kategorien:Tagewerk

L33t Sp34k & Google

November 15, 2008 Will Kommentieren

Nunja, Google macht ja jedes Gadget oder Gimmick irgendwie und irgendwann mal mit. Bei manchen kann ich zum Glück nur sagen, dass die meisten Google-Services ja werbefinanziert sind, denn sehe ich solche Seiten:

http://www.google.com/intl/xx-hacker/

würde ich mich fragen, mit welchem Scheiß die durch mich bezahlte Zeit vergeuden. Es kommt aber schon der Gedanke auf, dass die Google-Entscheider durchaus manchmal zuviel oder zu wenig hatten, aber definitiv nicht die richige Dosis getroffen haben.

Bedenke ich, was so einige Kunden im Monat an Google-AdWords zahlen, ohne ein sauberes & nachvollziehbares Abrechnungs- und Leistungssystem, würde ich bei der Ansicht solcher Seiten die Frage eröffnen, ob ich Google tatsächlich in diesem Umfang noch Geld in den Rachen werfen muss. Irgendwann ist es nämlich auch keine Kostenfrage mehr, in der Form „ach die paar Wörter hat ein Trainee übersetzt“, sondern wird eine Image-Frage, ob eine Firma wie Google als Partner verspielt oder kindisch gesehen wird. Leider geht Google immer mehr in diesen Dingen in Richtung Letzterem. Naja wer wichtige Benutzer-Rechte alleinig auf das kontinentale Amerika einschränkt und in China die Regerung mit webwashing unterstützt, gibt so durchaus ein sehr gestresstes Selbstbild von „Don´t be evil“ ab.

Kategorien:Einser-Nullen-Acht