Service ./. Kundenbenehmen
Das Thema Service, die Deutschen und nicht nachvollziehbare Erwartungshaltungen von Kundenseite hatten wir ja schonmal in diesem Blog. Natürlich kennt ein Jeder unfreundliche Angestellte und das Gefühl grade als Kunde mit dem Anliegen eher lästig zu sein. Ich bestreite auch nicht, dass es das zu Haufe gibt. Aber, der Ausdruck „Service“ steht nicht als Allheilmittel und Generalanschuldigung besonders für folgende Fälle:
- Leseschwäche („Ja ich weiß, dass ich das dreimal lesen konnte, bevor ich bestellt habe, und ich habe auch den Haken bei „gelesen“ gesetzt, aber nun hab ich trotzdem und deswegen möchte ich, im Rahmen des guten SERVICES nun nicht mehr.“) Ach Nein?! Leider bekommt man wohl eine Abmahnung, wenn man einen Haken setzen muss bei: „Ich garantiere nicht zu doof zu sein, den Inhalt von Gelesenem zu verstehen!“.
- Dummheit („Wie ich bestelle etwas in Hamburg zur Abholung und muss das auch in Hamburg abholen? Warum kann ich das nicht beim Dönermann an der Ecke abholen?“) Bietet Google-Maps mittlerweile den Service einer automatischen Routenanzeige à la „Du hier, wir hier, du wiklich abhole wolle?“.
- Ignoranz („Ich wusste ja gar nicht, dass ich das nun so bezahlen soll!“). Nein. Wirklich? Achja, stimt ja, wer lesen kann…und die Mahnung via Einschreiben hat ja auch der Hund angenommen und gefressen. Die eMails vorher sind auch im Spam-Filter gelandet. Mich wundert immer wieder, dass ausgerechnet diese Menschen das Kreuz für den Widerspruch auf dem Mahnbescheid finden.
- Dreistigkeit („Ich habe das vor drei WOchen bei Ihnen gekauft, dass ist nicht das was ich kaufen wollte und auch sagte was ich kaufen wolle. Sie haben das falsch ausgegeben. Da! Nehmen Sie es zurück!“) Auch wenn Saturn, MediaMarkt & Co mit „Umtauschrecht für Alles“ garantieren, ist das kein Recht des Kunden, vor allem bei gewissen bedruckten Artikeln. Vor allem nicht, wenn der Kunde die Ware besehen konnte, sie in der Hand hatte, und sie auch selber aus dem Haus getragen hat. Hier paaren sich natürlich die oberen drei Punkte.
Und dann gibt es Frauen wie eben, bei der sich dazu noch die „Kleinmädchen-Ausschnitt-große Brüste“-Tour dazu kommt, in Paarung mit den oben genannten Dingen. Es fehlt nach der Bitte-Bitte-Tour und der Service-Lamentiererei nur noch, dass Sie den Blobjob als Zugabe für Rückgabe der Ware angeboten hätte…

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