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Archiv für Dezember 2008

Service ./. Kundenbenehmen

Dezember 29, 2008 Will Kommentieren

Das Thema Service, die Deutschen und nicht nachvollziehbare Erwartungshaltungen von Kundenseite hatten wir ja schonmal in diesem Blog. Natürlich kennt ein Jeder unfreundliche Angestellte und das Gefühl grade als Kunde mit dem Anliegen eher lästig zu sein. Ich bestreite auch nicht, dass es das zu Haufe gibt. Aber, der Ausdruck „Service“ steht nicht als Allheilmittel und Generalanschuldigung besonders für folgende Fälle:

  • Leseschwäche („Ja ich weiß, dass ich das dreimal lesen konnte, bevor ich bestellt habe,  und ich habe auch den Haken bei „gelesen“ gesetzt, aber nun hab ich trotzdem und deswegen möchte ich, im Rahmen des guten SERVICES nun nicht mehr.“) Ach Nein?! Leider bekommt man wohl eine Abmahnung, wenn man einen Haken setzen muss bei: „Ich garantiere nicht zu doof zu sein, den Inhalt von Gelesenem zu verstehen!“.
  • Dummheit („Wie ich bestelle etwas in Hamburg zur Abholung und muss das auch in Hamburg abholen? Warum kann ich das nicht beim Dönermann an der Ecke abholen?“) Bietet Google-Maps mittlerweile den Service einer automatischen Routenanzeige à la „Du hier, wir hier, du wiklich abhole wolle?“.
  • Ignoranz („Ich wusste ja gar nicht, dass ich das nun so bezahlen soll!“). Nein. Wirklich? Achja, stimt ja, wer lesen kann…und die Mahnung via Einschreiben hat ja auch der Hund angenommen und gefressen. Die eMails vorher sind auch im Spam-Filter gelandet. Mich wundert immer wieder, dass ausgerechnet diese Menschen das Kreuz für den Widerspruch auf dem Mahnbescheid finden.
  • Dreistigkeit („Ich habe das vor drei WOchen bei Ihnen gekauft, dass ist nicht das was ich kaufen wollte und auch sagte was ich kaufen wolle. Sie haben das falsch ausgegeben. Da! Nehmen Sie es zurück!“) Auch wenn Saturn, MediaMarkt & Co mit „Umtauschrecht für Alles“ garantieren, ist das kein Recht des Kunden, vor allem bei gewissen bedruckten Artikeln. Vor allem nicht, wenn der Kunde die Ware besehen konnte, sie in der Hand hatte, und sie auch selber aus dem Haus getragen hat. Hier paaren sich natürlich die oberen drei Punkte.

Und dann gibt es Frauen wie eben, bei der sich dazu noch die „Kleinmädchen-Ausschnitt-große Brüste“-Tour dazu kommt, in Paarung mit den oben genannten Dingen. Es fehlt nach der Bitte-Bitte-Tour und der Service-Lamentiererei nur noch, dass Sie den Blobjob als Zugabe für Rückgabe der Ware angeboten hätte…

Kategorien:Tagewerk

101 Reykjavik

Dezember 26, 2008 Will Kommentieren

Heute mal eine Filmempfehlung von mir: 101 Reykjavik (Achtung Spoiler im Wikipedia-Artikel). Ein wirklich schwarze Satire über das Leben im Allgemeinen und in Reykjavik im Besonderen. Ich habe sehr gelacht, und an mehr als einer Stelle mit dem Gedanken: „Boar. Bitter!“. Ich kann den Film nur empfehlen, auch wenn er bereits aus dem Jahr 200o ist, wo Island noch Geld und Banken hatte. Er weist ein paar sehr interessante Wendungen auf…

Filmplakat

Filmplakat

Aus dem Film stammt dann nun auch mein neuer Traumberuf: Pizza-Fahrer in Reykjavik (zu Sylvester).

Kategorien:Tagewerk

Teure Software – Nötigung pur

Dezember 24, 2008 Will Kommentieren

Heute war noch eine Überraschung in der Tagespost der Firma. Eine gute und nützliche Software, welche wir angeschafft haben. Weil Sie gut und nützlich ist, zahlen wir für 1 Lizenz auch 360,00€.
Super. Installation ist mit einer Lizenz auf unserem Inselsystem vorgesehen (kein Internet). Installation geht nicht. Warum nicht? Die Software kann sich nicht mit dem „Lizenzserver“ verbinden. Bitte? Davon stand weder etwas in der Produktbeschreibung noch den Produktdetails, dass ich eine INET-Verbindung für die Installtion brauche. In der Software geht nach dem dritten Versuch ein Fenster auf „rufen sie uns an“. Mach ich glatt. Am klicken und den Leitungstönen hört man, dass es ins Ausland geht. Ich hoffe nicht gleich eine landesübliche Begrüßung aus einem Land  zu hören, in der man kein Weihnachten feiert. Ich bin freudig von dem nur sehr leichten Akzent überrascht und wundere mich um so mehr um die Antwort: „Schließen Sie den PC doch kurz ans Internet an“. Ich mache sehr freundlich  klar, dass wir hier nicht von einem Heim-PC reden, und das seine Gründe hat, dass der nicht ins INET kann. Da kommt schon die etwas patzige Antwort: „Das können Sie in den Lizenzbedingungen aber so lesen!“. Ich erwähne, dass man diese Lizenzbedingungen erst einsehen kann, wenn man die Software gekauft hat, da sie weder auf der Homepage noch beim Kauf gesondert ausgewiesen werden, sondern nur während der Installation. Nach noch einer patzigen Antwort erwähne ich, dass ich nicht weiß in welchem Land mein Gesprächspartner sitzt, aber ich hier in D-Land nach deutschen Recht gekauft habe. Ich die Bestellung mit sämtlichen Lizenzen also wieder eintüte, zurück schicke und das Geld zurück verlange. Wäre kein Problem, bis 12:00 habe die Post geöffnet, ob ich das ganze zu seinen Händen adressieren soll. Ups, auf einmal geht das doch! Ich bekomme eine XML-Datei via eMail, lege die ins Root-Verzeichnis der Software und schwubbs es geht.

Nächste Installation ist auf meinem Arbeitsplatz. Hier natürlich kein Problem mit INET. Aber klasse, kaum installiert, schon 23MB Update. Wofür bekommen die so viel Geld?

Kategorien:Einser-Nullen-Acht

Benjamin Franklin

Dezember 23, 2008 Will Kommentieren

Betrachtet man den scheidenden 43. Präsidenten der USA, seine Reden und den Scherbenhaufen, welchen er hinterlässt, wenn er das Amt im Januar aufgeben muss, wundert man sich über den Verlust von Weisheit und gewisse Paradigmenwechsel, die seine Amtszeit immer kennzeichnen werden:

„They that can give up essential liberty to obtain a little temporary safety deserve neither liberty nor safety. „
-Benjamin Franklin

Etwas, woran sich Bundestag, Schäuble, BKA und BND vielleicht auch erinnern sollten..

Kategorien:Tagewerk

Deutsche Post AG (Mal wieder)

Dezember 23, 2008 Will Kommentieren

Ich wusste ja schon von einigen Blüten in der teuer bezahlten Sendungszstellung der DPAG und merkwürdigen Begriffen von Sorgfalt und Eigentum anderer Firmen bei der DPAG zu berichten. Ich möchte ja mal festhalten, dass ein Brief das Eigentum einer Person oder Firma ist und der DPAG nur treuhänderisch übergeben wird. Wenn jeder Treuhänder so mit dem Eigentum Anderer umgeht…aber lassen wir das, dass führt ab vom Thema.

Heute haben wir mal wieder eine Sendungsverfolgung/Nachforschung: Ein Einschreiben. Abgesendet am 28.11 zugestellt am 08.12 oder 09.12, weiß die Post selber nicht so genau, aber dazu komme ich später. Das macht für die Zustellung? Richtig! Zehn Tage für die Strecke Hamburg-Rostock. Ein Fahrrad-Kurier wäre sicherlich unverhältmäßig teurer gewesen, aber definitiv schneller!

Merkwürdig finde ich auch, dass die Online-Sendungsauskunft der DPAG davon spricht, dass die Sendung am 09.12. zugestellt wurde, der Brief der DPAG aber von eine nachweisliche Auslieferung am 08.12.2008 ausweist. Hätte ich in meinem Job Langeweile (dieses Posting entsteht während des Frühstücks!), würde ich bei der DPAG nun nachfragen, wie diese Datumsdifferenz zustande kommt. Sicherlich käme dann die Antwort, dass in einer globalisierten Wirtschaftswelt, mit einem global agierenden Unternehmen wie der DPAG, natürlich auch die Datumsgrenze überschritten wird und auf im Brief oder der Online-AUskunft ja nicht stehen würde, auf welche Zeitzone die Angaben bezogen sind. Ist halt Pazifik-Zeit – verfluchte Vorurteile!

Naja u.U. steht dann in Zukunft da nicht mehr die Formulierung „nachweislich am TT.MM.JJJJ ausgeliefert wurde“. Ersetzt bzw. ergänzt wird das dann vielleicht mit dem Konjuktiv und/oder Prognosen: „Wir könnten die Sendung am TT.MM.JJJJ ausgeliefert haben“, „wir sind der festen Überzeugung (in Bayern würde hier stehen „wir glauben“), die Sendung am TT.MM.JJJJ zugestellt zu haben“ oder letztendlich „wir könnten, bei Eintreffen aller Rahmenbedingungen, die Sendung am TT.MM.JJJJ zugestellt haben“.

Kategorien:Tagewerk