Tote Deutsche Soldaten – eine Kollekivschuld?
Drei deutsche Soldaten sind in Afghanistan gefallen. Mittlerweile sind es wohl 35 alleine in Afghanistan. Ich habe ja nicht viel Hang zu den soldatischen Dingen, selber habe ich ja Ersatzdient geleistet. Aber ich muss sagen, diese Soldaten sind wegen Jedem von uns gefallen. Die Soldaten sind nicht von einer obskuren Institution nach Afghanistan entsendet worden, nicht von einer Stelle bei der Jemand sagen kann: „Ja ist schade, aber da kann ich nichts für“.
Diese Soldaten sind von unserer gewählten und somit demokratisch gewählten Regierung entsandt worden. Damit ist JEDER Bundesbürger dafür mitverantwortlich, dass jetzt vermutlich drei Frauen (oder Männer) „Witwen“ sind und drei Mütter ihre Söhne beerdigen müssen. So funktioniert Demokratie.
Aber wir haben ja ein Wahljahr. Ich höre von immer mehr Leuten, dass sie nicht wählen gehen wollen, weil sie nicht wüssten wen man wählen könnte. Eine Entscheidung muss hier an diesem Fall fest gemacht werden:
Stehe ich mit meinem deutschen Pass, als Bundesbürger, dafür ein, dass unsere Soldaten in KAMPFeinsätzen, und das ist es in Afghanistan, lieber Herr Verteidigungsminister, der sie ja nach wie vor gerne von humanitären Missionen reden, eingesetzt werden. Diese Einsätze mögen positive Impulse und Hilfe gegen Tyrannei und menschenverachtende Herrschaft von Theokraten und „Warlords“ sein. Ist es aber das Leben deutscher Soldaten und Soldatinnen wert? Dann muss man auch den Verwandten vors Angesicht treten können und Trost zusprechen, dass ihr geliebter Verstorbener für eine gute Sache gestorben ist. Dann kann man auch nciht zur Wahl gehen.
Im anderen Fall, sagt man sich, die Kultur ist eine komplett Andere, und am deutschen Wesen soll die Welt nach wie vor nicht genesen. Die momentan regierende Fraktion hat diese Kampeinsätze genehmigt, damit billigend den Tod dieser Soldaten in Kauf genommen. Bin ich gegen diese Einsätze, muss ich wählen gehen. Dann muss ich eine Partei wählen, welche in ihren Wahlaussagen und im Parteiprogramm solche Einsätze perse ausschließt. Dies ist ein wichtiger Grund zur Wahl zu gehen. Es gibt nach dem 27. September 2009 dann keine Ausrede mehr auf die Frage: Hast du gewählt? Ein Nein bedeutet dem Tod von Soldaten am Arsch der Welt (rein geografisch gemeint) auf jeden Fall zuzustimmen.
Zu spät
http://www.youtube.com/watch?v=n4H_E8b-qmo&feature=PlayList&p=AAD780E3A18E25C8&index=0&playnext=1
er hat recht. „Man hat die Afghanen im Dreck sitzenlassen“.
Den Dreck haben sie nicht verursacht, das Land ist tot und von Warlords beherrscht. Man kommt aus der Nummer nicht mehr raus :-/
Den Dreck, liebes Tantchen, haben vorzugsweise die Sowjets verursacht, nachfolgend die US-Amerikaner… und „unsere Jungs“ (sorry) müssen es ausbaden. Die Franzosen, die jedes Jahr rund 60 Särge von dort heimholen, fangen auch an sich zu fragen, was ihre Jungs und Mädchen da eigentlich machen…
und ich seh noch vor meinem inneren Auge, wie Peter Struck vor laufenden Kameras das Grundgesetz („Abgeordnete sind nur ihrem Gewissen verantwortlich“) in den Dreck getreten hat und sie alle erpreßt hat, „wenn ihr nicht für den Einsatz stimmt, könnt ihr euren Listenplatz vergessen.“ Ich hätte, wäre ich MdB gewesen, beim Präsidenten unter Hinweis auf diese Machenschaften a) eine Rüge und b) geheime Abstimmung erbeten. Leider haben die alle keinen Arsch in der Hose, sondern nur Sitzfleisch.
Recht haste.
Leider bilden sich ja nach wie vor viele Leute ein, Nichtwählen sei ein Zeichen und wenn es genügend Leute täten, würde sich etwas ändern. Dass wir in Deutschland keine Mindestwahlbeteiligung für die Bundestagswahl haben, scheint nicht sehr bekannt zu sein. Und dass beim Wegbleiben aller Nicht-Parteimitglieder höchstwahrscheinlich die Partei mit den meisten Mitgliedern gewinnen wird, da sich Mitglieder wohl seltener von der Wahl fernhalten, ignorieren diese Leute auch gern.
Huch, hab mit falschem Namen kommentiert. Naja, solltest du ja trotzdem erkennen ;o)
Und wen von dem Rattenpack soll man wählen? Ich könnte keinem guten Gewissens meine Stimme geben.
Piraten mal ausgenommen, aber wen hätte man in den vergangenen Jahren wählen können?