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Personalkühlschränke: Ihgitt!
Hm. Wer kennt das nicht in der Büro-Welt. Es gibt einen Kühlschrank, welchen alle Mitarbeiter benutzen und ihr Essen darin vergessen. Im Rahmen meines Küchendienstes habe ich darin heute mal aufgeräumt und ich bin wirklich begeistert: An den Funstücken könnte man Kriegswaffenforschung betreiben:
- Ältestes Ablaufdatum Yoghurt: 25.06.2008
- Ältestes Ablaufdatum A-Saft: 27.12.2007(!)
- Ältestes Ablaufdatum B-Essig: 10.10.2006
Und jetzt komm mir Keiner, dass das ja MINDESThaltbarkeitsdaten sind.
Insgesamt waren das an die 15 Gebinde zum wegwerfen. Highlight war auch der Chef: Ich fragte ihn ob sein M16 vom lokalen Chinesen noch will. Er erstaunt: „Ich hab noch Essen im Kühlschrank!“. Externe die hier an und an arbeitet: „Naja wenn es dass M16 ist, welches Sie mitgenommenhaben als wir da zusammen waren, dann seit ca. 3 Monaten!“.
Naja ich hab das nach Öffnen für Pilze auf Reis gehalten. Hab heute in der Mittagspause mal beim Chinamann geschaut: „Buntes Gemüse mit Ente!“. Ich habe ihn gefragt ob es das schon lange ist, also M16. Er war verdutzt aber bejahte das seit Eröffnung das Menü so heisst. Lecker.
Ich werde jetzt die Nase schließen und mal M16+Yoghurt+A-Saft+Essig zusammen in die Mülltonne kippen, und zwar ohne Umverpackung. Mal schaun ob da noch heute was in die Luft fliegt…
Brüstegrabschen bei Famila
Ich war gestern mal wieder bei Famila. Ich laufe immer kreuz und quer im Einkaufscenter, wie wir Männer das so tun, meinen Einkaufswagen zentral stehen lassend.
Irgendwie fiel mir dann noch ein, ich bräuchte noch Milch. Hatte dabei die rechte Hand für mich selber erhoben, um mich zu ermahnen, weil fast vergessen, vielleicht ist sowas ja bekannt. Also drehe ich mich um, laufe in eine Frau, die auch grad woanders hinsah und hatte schwupps einen wohlgeformten C-Cup in der Hand.
Ich springe natürlich quasi aus dem Stand zurück und stammel ein „Entschuldigung“.
Ich höre daraufhin von der Begrabschten nur, an ihre Begleiterin gerichtet, welche neben ihr steht, : „Tz. Ein Verfall der Sitten. Früher haben die Kerle wenigstens nach meinem Namen gefragt und mir einen ausgegeben bevor wir soweit gekommen sind.“
Ich mache mal ausnahmsweise einen auf Backfisch und stammel ein „Bitte?!?!“
Sie antwortet: „Also bitte, so schlimm wird es nicht gewesen sein, dass man deswegen sprachlos ist!“
Ich fange mich und antworte: „Naja, ich war ja nun ein wenig unvorbereitet und das war ja nur sehr kurzweilig. Vielleicht dürfte ich zur Beurteilung nochmal…?“
Auf das bekräftigende „Vergiss es!“ von ihr wünsche ich noch einen schönen Tag und mache mich von dannen.
Ich wundere mich nur, warum ich vor den Milch-Tetra-Packs stand und immer an Milchtüten denken musste – verfluchte Vorurteile.
Bevormundung 2.0: Amazon
Jetzt stellen wir uns vor: Wir kaufen uns ein Buch. Dann gehen wir zur Arbeit. Abends kommen wir heim, sehen zwei leere Plätze in unserem Bücheregal und Geld auf dem Küchentisch mit dem Vermerk ihres Buchhändlers: Ich hätte Ihnen dieses Buch nicht verkaufen dürfen. Tschuldigung. Habe mir die Bücher geholt, Fenster war offen, hier der Kaufpreis zurück.
Unmöglich? Doch nicht im Web 2.0, denn jüngst geschehen mit amazon und ihrem E-Book Reader Kindle. Offensichtlich durften aus Lizenzgründen zwei Werke nicht für das Kindle verkauft werden. Also hat amazon, ohne Benachrichtigung der Kunden, beide Bücher auf dem Kindle gelöscht und den Kaufpreis zurück erstattet.
Das einer der beiden Titel 1984 von George Orwell war, macht das für mich besonders heiter. Der Zweite war dann gleich “Die Farm der Tiere“. Naja Herr Orwell hatte wohl doch nicht so unrecht…
Das amazon sich das Recht der Löschung in ihren AGBs mit zweistelligen Seitenzahen irgendwo, an nicht markanter Stelle, in schwerem Juristendeutsch, vielleicht mit dem Verweis, dass ja sowieso nur die Englischen-AGBs tatsächlich bindend sind, eingeräumt hat bestreite ich nicht.
Aber es ist, wie es in meiner Branche oft heisst, wider der guten Sitten! Und ein negativer Beweis von Marktmarcht.

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